Über die Bestzeit auf der Streif, neue Trends im Tourismus und dem Sehnsuchtsort einer Naturliebhaberin

Im Gespräch mit Signe Reisch

Foto Signe Reisch © Michael Werlberger

Passionierte Gastgeberin im bekannten Kitzbüheler Rasmushof, stolze Mutter von drei Kindern und Kitzbühelerin aus Leidenschaft

 

Signe, alles dreht sich um die Corona-Pandemie. Auch die aktuelle Wintersaison in Kitzbühel ist betroffen. Wie geht es dir und dem Rasmushof?

Liebe Andrea, das ist gerade eine ganz schwierige Zeit für uns mittelständische Unternehmer. Die Planungsunsicherheit beginnt das Nervenkostüm anzunagen. Die Mitarbeiter sind verzagt und das wirtschaftliche Ausmass noch nicht absehbar.

 

Die österreichische Hotellerie ist durch immer anspruchsvollere Gäste einem zunehmenden Wettbewerbsdruck ausgesetzt. Der Rasmushof ist unverändert beliebt. Was ist dein Erfolgsrezept?

Ich denke es ist das Wahren der Tradition verbunden mit Leidenschaft für Gastfreundschaft. Dabei darf die Modernisierung nicht außer Acht gelassen werden - z.B. High Speed Internet.

Kitzbühelerin von ganzem Herzen und Wirtin aus Leidenschaft, wie Du ja auch eingangs erwähnst. 

 

Wo siehst du den Tourismus - Hot Spot Kitzbühel 2030?

Aus heutiger Sicht nicht einfach zu beantworten. Jedoch wird Kitzbühel immer im Wettbewerbsvorteil sein: durch die Erreichbarkeit, als Ganzjahresdestination, den vielen Sportmöglichkeiten und den hohen Erholungswert.

Die moderne Kommunikation wird Kitzbühel zu Gute kommen, da ja der Arbeitsplatz nicht mehr statisch sein muß.

Kitzbühel muss grundsätzlich so bleiben wie es ist, die bestehende Qualität an Gastronomie, Hotellerie, Pisten, Wanderwege etc. aufrechterhalten. Dies gemeinsam mit einem hohen Niveau an verschiedenen Veranstaltungen und unserer Bodenständigkeit, hier vor allem auch das bäuerliche Umfeld, macht uns auch 2030 zu einer der begehrtesten Destinationen in den Alpen, vielleicht weltweit.

 

Wie dieses Jahr haben wir das Hahnenkamm-Rennen noch nie erlebt. Du fährst die Streif ja fast jeden Tag als Erste - was ist deine Bestzeit?

Na ja, an den Rekord von Fritz Strobl komme ich leider nicht heran. Jedoch denke ich bin ich in ca. 6 Minuten herunten wenn Mausfalle und Steilhang geöffnet sind. Hausbergkante lasse ich allerdings immer aus. Im Sommer brauche ich ca. 45 Minuten- da könnte ich mich mit Fritz ja nochmal messen 😊

 

Du hast dein Leben lang in Kitzbühel gewohnt - gibt es für dich noch einen anderen Sehnsuchtsort?

Diese Antwort ist ganz einfach Kitzbühel, Kitzbühel und nochmals Kitzbühel. Zwischen Kitzbüheler Horn und Hahnenkamm, das ist Heimat und Heimat ist durch nichts zu ersetzen.

 

Liebe Signe vielen Dank für das Gespräch und alles Gute!

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